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Es gibt wenige Bereiche in Unternehmen bei denen es so wichtig ist, sich an die richtige Terminologie zu halten, wie im Risk Management. Warum ist das so? Risk Management gibt Ihnen einen Blick auf spezielle Situationen in der Zukunft. Die ist für sich genommen schon unsicher genug, daher müssen wir möglichst genau definieren, was wir schon wissen und was noch unklar ist.

Wenn in einem Risiko-Inventar das "Corona-Risiko" steht, dann ist der Grundstein für Probleme im weiteren Prozess bereits gelegt. Hierbei handelt es sich um eine unklare Formulierung. Corona kann eine Ursache für bestimmte Risiken in Ihrem Unternehmen sein. Welche das genau sind ist sehr unternehmensindividuell, z.B.

  • Mitarbeiter können ausfallen

  • Sie können, dadurch dass ihre Lieferkette unterbrochen wird, Probleme im Produktionsprozess bekommen

  • durch die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen (oder mobilen Arbeitsplätzen) kann die Gefährdung ihrer IT-Security steigen

  • u.s.w.

Warum ist das so wichtig? Am Ende der Analyse eines Risikos werden Sie sich immer fragen: Was kann ich dagegen tun? Was sind die nächsten Schritte? Gegen das Corona-Virus können Sie genauso wenig unternehmen, wie gegen eine Flut oder ein Erdbeben, diese  Ereignisse (Risikoursachen) treten ein, wenn sie mögen. Sehr wohl können Sie aber  etwas gegen deren Folgen für Ihr Unternehmen tun, gegen mögliche Schäden aus Ihren Risiken (s. Beispiel).

So definiert die ISO 31000 den Risikobegriff als "Auswirkung von Unsicherheit auf Ziele". Ein sperriger Begriff, der in etwa so interpretiert werden kann:

  1. Was ist ihr Ziel (z.B. Produktionsprozess aufrecht erhalten)?

  2. Wo besteht die Unsicherheit (z.B.: Unterbrechungen in der Lieferkette)?

  3. Welche Auswirkung hat die Ursache (hier: Die Corona-Pandemie  und deren Maßnahmen zur Eindämmung führen zu einer höheren Wahrscheinlichkeit der Unterbrechung unserer Lieferkette und damit zu Verzögerungen im Lieferprozess)

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